Miniaturwelten
Christian Sigrist und mehr

5. April bis 14. Juni 2009

 

 

Vernissage
Sonntag, 5. April 2009, 11 Uhr
Begrüssung Niklaus Theiler, Einführung Urs Sibler, Musik Andreas Schwob

Führungen durch die Sonderausstellung
jeweils um 19.30 Uhr mit Urs Sibler
Mittwoch 08. April 2009
Mittwoch 13. Mai 2009
Mittwoch 10. Juni 2009

Veranstaltungen um 19.30 Uhr

Mittwoch 29. April 2009: Literarische Miniaturen – Marbeth Reif liest ihre Kurztexte, Bild Charlie Lutz
Mittwoch 27. Mai 2009: Musikalische Miniaturen – Carl Rütti spielt eigene Kompositionen für Klavier

Finissage
Sonntag, 14. Juni 2009, 17 Uhr, Rundgang in der Sammlung Christian Sigrist mit Niklaus Theiler

 

Im Ökonomiegebäude des Museums Bruder Klaus Sachseln zeigt der Verein Sammlung Christian Sigrist unter dem Titel „Miniaturen zur Erinnerung an den ländlichen Alltag“ die geschnitzten und gezimmerten Modelle aus dem Nachlass des Sachslers Christian Sigrist. Er verdichtet ländliches Leben und Handwerk in liebevoll nachgestellten und originalgetreuen Situationen. Diese bei Erwachsenen und bei Kindern gleichermassen beliebten Miniaturen nimmt das Museum Bruder Klaus Sachseln zum Anlass für eine thematische Ausstellung mit dem Titel „Miniaturwelten – Christian Sigrist und mehr“.
Den Auftakt zur Ausstellung bildet das Modell der französischen Messerfabrik Opinel von Christian Sigrist. Es entstand 1980 in zweifacher Ausführung. Die eine befindet sich beim Auftraggeber, die andere ist im Besitz des Vereins Sammlung Christian Sigrist und wird seit Jahren wieder öffentlich ausgestellt.

Werkbeschrieb Christian Sigrist

Direkt von Christian Sigrist angeregt erscheinen die in der Ausstellung „Miniaturwelten“ präsentierten Skulpturen des Luzerner Bildhauers Rolf Brem. Auch er setzt mit seinen modellierten Szenen Denkmälchen für die Handarbeit. Brems sehende Finger faszinierten auch Harald Szeemann, der ihn zur Weltausstellung in Sevilla einlud.

Werkbeschrieb Rolf Brem


Christian Sigrists Sohn Kurt Sigrist, benützt das Miniaturformat, um seine bildhauerischen Werke, seine begehrten Gestaltungen im liturgischen Raum und seine Ausstellungen massstabsgetreu zur Ausführungsreife zu entwickeln. Miniaturisiert Vater Christian Sigrist die von ihm geschaute Realität, so erprobt Sohn Kurt Sigrist die zu schaffende Realität im Kleinen. Eine Vielzahl so entstandener Modelle werden erstmals als Stationen des künstlerischen Prozesses in der Ausstellung „Miniaturwelten“ gezeigt.

Werkbeschrieb Kurt Sigrist


Wie Christian Sigrist arbeitet der Stansers Rochus Lussi vornehmlich mit dem Material Holz. Dabei benutzt er nicht nur die traditionellen Mittel des Holzbildhauers, sondern auch neuste Technologien. Er lässt die geschnitzten Miniaturen am Computer einlesen und maschinell vervielfältigen und bearbeitet sie anschliessend weiter, um ihnen in der Masse wiederum individuelle Züge oder Haltungen zu geben.

Werkbeschrieb Rochus Lussi

 

Die junge Weggiserin Fabienne Arnold formt aus Draht Figuren und Szenerien zu einem skurilen Welttheäterchen. Mit Licht und Schatten belebt sie die Drahtgebilde und setzt die kaum fingernagelgrossen Akteure, die an fragile Bauten oder aneinander gekettet sind, dem Betrachter aus.

Werkbeschrieb Fabienne Arnold


Die Künstlerin Judit Villiger, in Luzern ausgebildet und unterrichtend, mit Atelier in Zürich und Thurgauer Wurzeln, ist eine Pionierin des Miniaturformats. So hat sie Werke aus der Kunstgeschichte in Objektkästen verdichtet. Für Sachseln realisiert sie vier Schauplätze literarischer Werke von Dante, Proust, Simon und Naipaul. Sie erinnert sich an prägende Leseerfahrungen, die sie mittels Papier, Karton, Projektion und Bewegung darstellt.

Werkbeschrieb Judit Villiger

 


Wolfgang Häckel, der 2002 verstorbene Zürcher Plastiker aus Männedorf, fertigte Zeit seines Lebens fantastische Zeichnungen als Entwürfe für Gedenk- und Forschungsstätten. Er versah sie mit Legenden, die über die gedachten monumentalen Ausmasse Auskunft geben. Einzelne Situationen baute er in Eisen und anderen Materialien als Modelle. Häckels Arbeiten sind erstmals seit seinem frühen Tod wieder zu sehen.

Werkbeschrieb Wolfgang Häckel

 

 

Aus der Sammlung des Museums stammt die filigrane Bruderklausenfigur aus Gold und Silber, eine Kopie des Schmuckstücks der gotischen Monstranz aus der Sachsler Pfarrkirche, welches die frühe Verehrung des Eremiten aus dem Ranft belegt.

 

  Werkbeschrieb Caspar Angelroth

 

Bildminiaturen von Charlie Lutz

 

Medienunterlagen zur Ausstellung