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Sonderausstellung 2009

Für Seele, Geist und Sinne –
Kunst und Handwerk aus mitteleuropäischen Klöstern

5. Dezember 2009 bis 28. Februar 2010

Vom 5. Dezember 2009 bis Ende Februar 2010 sind im Museum Frey-Näpflin in Stans zwei Sonderausstellung vereint: Barocke Klosterarbeiten der Sammlung Rosi Bauer (DE) und eine Einzelausstellung des zeitgenössischen Künstlers Fra Roberto. Sie begleiten die laufende Ausstellung „Alte Meister aus der Sammlung Frey-Näpflin“.

Ora et labora: Bete und arbeite. Werden diese beiden Tätigkeiten vereint, dann entstehen Objekte der Kontemplation – zu sehen im Museum Frey-Näpflin.

Seit bald 40 Jahren ist Rosi Bauer aus Bayern im Bereich der religiösen Volkskunst tätig. Sie ist leidenschaftliche Sammlerin, Restauratorin und Künstlerin. erstmals sind Exponate aus ihrem Lebenswerk in der Schweiz zu sehen. Ausgestellt werden Werke aus dem mitteleuropäischen Raum, sowie Exemplare der Innerschweizer Klosterarbeit (Leihgaben). Darunter Jesuskinder, Fatschenkinder, Wallfahrtsjesulein und Trösterlein – die Jesuskind-verehrung hat sich seit dem frühen Mittelalter bis in die heutige Zeit erhalten. Solchen figürlichen Darstellungen ist ein Grossteil der Ausstellung gewidmet: Originale Preziosen aus Frauenklöstern, sowie originalgetreue Reproduktionen von Rosi Bauer.
Passend zur Jahreszeit werden Krippen des 18. bis 20. Jahrhundert in verschiedensten Formaten und Darstellungen gezeigt. Es sind vornehmlich Werke aus dem süddeutschen und österreichischen Raum: Landschaftskrippen, „Armeleutkrippen“ und Bauernkrippen sind unter anderem zu sehen. Nach Maria Lichtmess (2. Februar 2010) werden die Weihnachtskrippen durch Passionsdarstellungen ausgewechselt.

Begleitend zur Ausstellung erscheint die Publikation: „Himmelswerkstatt Rosi Bauer Band 1:Die Wallfahrt zum wundertätigen Jesuskind“, ST.Peterverlag, Salzburg.

     

Fatschenkind und Muttergottes von Einsiedeln schwarze Madonna, 19. Jhdt., Schweiz
Figuren teils aus Wachs und Papier, Folien, Papierblumen, Glas bemalt und mit Papierstreifen zusammengesetzt
   ägerkrippe, Kastenkrippe, 19. Jhdt.
Figuren: Papiermaché, teils neu ergänzt, Stadt: bemalter Ton

 

Fra Roberto Pasotti ist Verantwortlicher des Kapuzinerklosters Bigorio. Er ist seit 55 Jahren unermüdlich schaffender Künstler. Durch seine Werke vermittelt er einen modernen Annäherungsversuch nach dem Gedanken der sakralen Kunst. Er setzt sich gegenüber der Transzendenz im christlichen Sinne und vereint in seinen Bildern Gegenständliches und Abstraktes. In imaginären Porträts von Kardinälen beispielsweise analysiert er das paradoxe Verhältnis von menschlicher Macht und evangelischer Demuts- und Armutsforderung gegenüber  der Weltungerechtigkeit. Verschiedene Exemplare dieser kritischen Serie sind in der Ausstellung in Stans zu sehen.
Massgeblich für Fra Robertos Malerei ist die Farbwahl: Heitere und helle Visionen aus intensiv leuchtenden Farben bis hin zu düster hereinbrechenden Stimmungen aus dunklen und gedämpften Farbtönen.

Pünktlich zur Ausstellung erscheint Fra Robertos neues Buch „l‘arte di Fra Roberto“, mit Texten in Italienisch und Deutsch, herausgegeben von Fontana Print Verlag, Lugano.

     

 

 2009, Öl auf Leinwand    2008, Öl auf Leinwand

 

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