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NOW 15 


NOW 15 — Auswahl

25. Oktober bis 17. Januar 2016

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, 6370 Stans

Eröffnung: 24.10.2015 um 17 Uhr

Öffnungszeiten:
Mi – Fr 14 – 17 Uhr, Sa + So 11 – 17 Uhr
(geschlossen: 1. Januar / Schmutziger Donnerstag / 25. + 26. Dezember)



An der Auswahlausstellung NOW 15 bieten 19 Künstlerinnen und Künstler im Nidwaldner Museum Einblick in das Kunstschaffen aus Obwalden und Nidwalden.

Die beiden Kantone organisieren seit vielen Jahren gemeinsame Kunstausstellungen, die in drei Schritten zum Unterwaldner Kunstpreis führen. Letztes Jahr wurde im Herrenhaus Grafenort und im Talmuseum Engelberg die Übersichtsausstellung NOW 14 mit rund 80 Kunstschaffenden präsentiert, woraus neunzehn Positionen ausjuriert und eingeladen wurden, an der diesjährigen Auswahlausstellung im Nidwaldner Museum ihre Arbeit zu zeigen. Aus diesen Positionen wurde von einer fünfköpfigen Jury die Trägerin, der Träger des Unterwaldner Kunstpreises ausgewählt. Der Preis wurde an der Ausstellungseröffnung feierlich an Christian Kathriner verliehen.

Während drei Monaten wird im Pavillon sowie in den Ausstellungsräumen im Erdgeschoss des Winkelriedhauses ein facettenreicher Einblick in das aktuelle Kunstschaffen der Region geboten. Die Vielfalt der künstlerischen Ausdrucksformen reicht von Malerei und Zeichnung über Fotografie und Video bis hin zu Skulptur und Installation. Die beiden architektonisch unterschiedlichen Ausstellungsorte sowie der Aussenraum des Museums bieten den Kunstschaffenden eine interessante Ausgangslage: Während einige Kunstschaffende auf die ortsspezifischen Begebenheiten eingehen, beschäftigen sich andere in ihrem Ausstellungsbeitrag mit der historischen Vergangenheit des Museums. Auch direkte Bezüge zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Ereignissen sind präsent und wiederspiegeln die Möglichkeiten der Kunst, komplexe Zusammenhänge zu reflektieren, zu kritisieren oder poetisch zu transformieren.

Die beteiligten Kunstschaffenden sind: Jo Achermann, Judith Albert, Renata Bünter, Rolf Flüeler, Corina Flühmann, Roland Heini, Moritz Hossli, Christian Kathriner, Paul Lussi, Rochus Lussi, Charlie Lutz, Corinne Odermatt, Heidi Odermatt, René Odermatt, Celia Sidler und Nathalie Sidler, Pat Treyer, Philipp Wyrsch, Anita Zumbühl, Anna-Sabina Zürrer

Die Ausstellung ist bis 17. Januar 2016 im Winkelriedhaus und Pavillon des Nidwaldner Museums zu sehen.



Unterwaldner Preise für bildene Kunst 2015

Christian Kathriner ist Gewinner des Unterwaldner Preises für bildene Kunst 2015. Der 1974 in Sarnen geborene Künstler studierte nach dem Besuch der Schule für Gestaltung in Luzern zwischen 1992 und 1997 an der Kunstakademie Düsseldorf. Heute lebt er in Wilen (OW). Er hat diesen Preis bereits 2000 ein erstes Mal gewonnen.



Die Arbeit NOVA EUROPA überzeugte die Jury durch ihre Vielschichtigkeit. Die minimale Setzung eines Schriftzuges in klassischer Kapitale auf der Innenseite des hölzernen Eingangstores zum Hof des Winkelriedhauses mag manchem Besucher auf den ersten Blick gar nicht auffallen. Denn im Ambiente eines historischen Gebäude erscheint der Schriftzug den einen möglicherweise als ursprünglicher Bestand; andere deuten ihn als Teil des Museums.
  
Die Arbeit spielt auf die Klassizismen in der europäischen Kunst und Kultur an. Die durch diese Wiederkehr antiken Formenguts gekennzeichneten Epochen wie Renaissance und Aufklärung erscheinen uns heute als goldenes Zeitalter von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, die wir nur zu gern als Anfänge unserer Demokratien bezeichnen. Dabei verweist gerade die rigide Sprache des Klassizismus auf den ausschließenden Charakter jener Gesellschaftsordnungen.

Unsere sich auch in der Institution Museum manifestierende Neigung, die Welt einzuteilen, zeigt sich in Kathriners Intervention unter Anderem durch die Platzierung auf der Innenseite des Tores. Gesetzt unmittelbar über diesen Durchgangsort par excellence behält der Schriftzug auch dort seine Ambivalenz: Man mag ihn als kritischen, aktuellen Kommentar zu Flüchtingselend, Überfremdungsangst und Masseneinwanderungsinitiative lesen; er kann sich aber auch auf die transformierende Kraft des Museums beziehen, nach dessen Besuch die Welt uns ganz neu erscheint, weil wir selbst uns verändert haben.


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